Besuch der „Stolpersteine“ in Meitingen

Innerhalb des Lehrplans im Evangelischen Religionsunterricht „Verantwortung übernehmen in der Gesellschaft – Christen in der Zeit des Nationalsozialismus“ besuchte die 9. Klasse der Mittelschule am Donnerstag die Stolpersteine in Meitingen. Nachdem das Rätsel zum Geocache „Meitingens Stolpersteine“ gelöst war und wir uns über Max Josef Metzgers Lebenslauf informiert hatten, wurden die Steine schnell gefunden. Dort hielten wir eine kleine Gedenkfeier ab, denn am 17.4.2021 jährte sich der Todestag von Max Josefs Metzger, der durch die Nazis hingerichtet wurde. Wir lasen Texte aus seinen letzten Briefen, zündeten eine Kerze an, legten für ihn und die beiden Brüder, die wegen ihrer pazifistischen Einstellung hingerichtet wurden, Rosen ab. Uns erstaunte wie konsequent Max Josef Metzger – wie auch Dietrich Bonhoeffer – an einem Zukunftsentwurf für ein Deutschland nach dem Nationalsozialismus gearbeitet hatte und wie mutig im Glauben beide bereitwaren, dafür mit dem Leben zu bezahlen. Sie wussten sich zutiefst im Glauben an die Auferstehung geborgen.

Außerdem hatten wir das Privileg durch Frau Gertraud Roßmann einen Einblick ins Archiv des Christkönigs-Instituts zu bekommen. Anschließend wurden wir noch über das gesamte Gelände geführt und wissen nun, wo Max Josef Metzger wohnte und wieviel er in seiner Zeit hier in Meitingen aufgebaut und bewegt hat, was bis heute noch fortwirkt.

Also für alle, die noch nichts wissen über Meitingens Stolpersteine: Macht euch auf die Suche, es lohnt sich!