Start Schulleben Wo Liebe das Elend überwindet
Wo Liebe das Elend überwindet
Geschrieben von: Sehling   
Dienstag, den 12. Juni 2018 um 04:45 Uhr

Pater Gerhard Lagleder berichtet über seine Arbeit in Südafrika

 

Am 08. Juni 2018 besuchte Pater Gerhard Lagleder die Mittelschule Meitingen. Im Rahmen eines Vortrags berichtete er im Bürgersaal der Gemeinde Meitingen vor den Schülern der 7.-9. Klassen über seine Arbeit in der „Brotherhood of Blessed Gérard“, eine Hilfsorganisation im Malteser-Orden, welche er im Jahr 1992 in Mandeni, Südafrika, gegründet hat.

In Südafrika darf man sich glücklich schätzen, wenn man die Schule besuchen darf. Sie kostet viel Geld, das die armen Menschen nicht haben. Deshalb ist der gebürtige Regensburger wieder einmal in Deutschland und sammelt Spenden. „Ich bin hauptberuflich Bettler“, lacht er und berichtet von seiner Arbeit in den Townships von Südafrika. Viele Aidskranke verbringen ihre letzten Tage in der Hospizstation seiner Mission. Wenn sie sterben, bleiben ihre Kinder zurück. Der Pater nimmt sie in seinem Kinderheim auf, wo sie ein liebevolles neues Zuhause finden.

 

Eines der größten Probleme in Afrika, so berichtet Pater Gerhard, seien die Unterschiede zwischen Reich und Arm. Darüber hinaus gibt es dort die meisten AIDS-Kranken: 76% der Bevölkerung in Mandeni sind HIV-positiv. Die Infektionsrate in KwaZuluNatal (Zululand) wird mit ca. 54 – 66 % angegeben. Fast keiner der am HIV- Virus erkrankten Menschen kann sich jedoch eine Behandlung im Krankenhaus leisten oder wird als Infizierter überhaupt noch aufgenommen. Genau dieser Menschen nimmt sich Pater Gerhard an.

Zusammen mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern sorgt er sich mit großem Engagement um die Aidsprävention wie auch um die Versorgung der Todkranken.

Zu den Einrichtungen der Malteser gehören unter anderem das größte Hospiz Südafrikas, ein Kinderheim und ein Kindergarten, ein Entwicklungshilfezentrum und viele andere Projekte. Außerdem gibt es neben dem AIDS-Aufklärungsprogramm eine Palliativstation, die es den schwersterkrankten Menschen ermöglicht ohne Schmerzen und in Würde zu sterben. Den Besuch des Paters hatte die Lehrerin Silke Sehling organisiert, die während ihrer Studienzeit in Afrika bei Pater Gerhard gearbeitet hat (Text: Silke Sehling, Bilder: Rosmarie Gumpp)

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Juli 2018 um 08:48 Uhr