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Entdecke dein Talent
Geschrieben von: Schwering, Möckl, Hlavacek   
Dienstag, den 27. Januar 2015 um 07:25 Uhr

Meitinger Mittelschüler erleben neun Tage praxisnahe Berufsorientierung, die begeistert

 

von Florian Schwering, Florian Möckl und Christoph Hlavacek


„Was will ich einmal werden?“ Diese Frage müssen sich Schüler der Mittelschule bereits mit 14 Jahren stellen, eine echte Herausforderung für Jugendliche, Eltern und Lehrer. Das junge Alter beim Berufseinstieg, die fraglichen Chancen am Arbeitsmarkt und die Unsicherheit über das eigene Können und Wollen machen die Berufsorientierung zu einer wichtigen, aber auch schwierigen Aufgabe für alle Beteiligten. Obwohl die schulische Ausbildung durch die berufsorientierten Praxisfächer und das Fach Arbeit/Wirtschaft/Technik umfangreich und tiefgehend auf das Berufsleben vorbereiten, wollten die Lehrkräfte Christoph Hlavacek, Florian Möckl und Florian Schwering mit ihren achten Klassen einen für die Meitinger Mittelschule neuen Weg gehen und die Vorbereitung der Jugendlichen noch näher an die Realität in Ausbildung und Betrieb rücken. Insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler aus Meitingen konnten so an dem Projekt „Entdecke dein Talent“ des Berufsförderzentrums (bfz) der bayerischen Wirtschaft teilnehmen und dort in neun Berufsfeldern Erfahrungen sammeln. Während einige Schüler in der „Schülerfirma“ des bfz im Büro Bestellungen verwalteten, Telefonate führten und lernten, auf Kundenwünsche gezielt einzugehen, erfuhren andere in der Fahrradwerkstatt den Umgang mit Werkzeug und Material rund um das Thema Zweirad. Angeleitet von Ausbildern, Meistern und Dozenten wurden im Bereich „Kosmetik und Körperpflege“ die Berufe des Friseurhandwerks, der Hand- und Fußpflege und des Maskenbildners selbst ausprobiert. Im Bereich „Holz“ versuchten sich die Jugendlichen unter geduldiger Anleitung daran, ein Modellauto herzustellen; ein Werkstück, das zentrale Fähigkeiten vieler holzverarbeitender Berufe einforderte.

Meitinger Schüler beim Werkeln

In der Elektrowerkstatt wurden nach einigen Übungen zum Umgang mit Drähten, batteriebetriebene Pappautos, Klingeln und Flachverdrahtungen produziert, die einen Einblick in die vielseitige Welt der Elektronik boten. In der Werkstatt der Trockenbauer und Fließenleger entstanden komplizierte Verkofferungen und filigrane Mosaikarbeiten, bei deren Herstellung Geschick und Fingerspitzengefühl im Zentrum standen. Vielfach wurden die Werkstücke von den Schülern stolz mit nach Hause genommen und dort präsentiert. In der Farbwerkstatt wurde fleißig grundiert, gepinselt, tapeziert und stets genau Maß genommen, bis das Werkstück dem Vorbild des Meisters entsprach. Auch der Bereich „Hotel- und Gastronomie“ hatte einiges zu bieten. Die Schüler lernten hier die Arbeit von Köchen, Kellnern und Hotelfachangestellten durch eigenes Tun kennen. Gesundheitsberufe konnten im Bereich „Gesundheit und Soziales“ in Rollenspielen mit Verbänden, Pflastern und Rollstühlen realitätsnah nachempfunden werden.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. März 2015 um 14:15 Uhr
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