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„Wien, Wien nur du allein sollst stets die Stadt meiner Träume sein ..."
Geschrieben von: rogu   
Dienstag, den 06. November 2018 um 20:40 Uhr

Zu Beginn meiner Ausführungen fällt mir dieses weltbekannte Lied des österreich-polnischen Komponisten Rudolf Sieczynski ein. Ja die Stadt Wien mit ihrem ganz eigenen Charme und Flair – man könnte über sie ins Schwärmen geraten. Knapp zwei Millionen Menschen (eingerechnet die Vororte) leben in der Metropole an der Donau auf 415 Quadratkilometern. Vom 22. Oktober bis zum 26. Oktober 2018 begaben sich die Klassen 9d (Frau Klein) sowie die 10aM (Herr Tepper) und die 10bM (Frau Forster) auf Abschluss- und Bildungsfahrt nach Wien. Mit an Bord waren auch Fachoberlehrer Günter Hensel und Konrektorin Rosmarie Gumpp. Chauffiert wurden wir von unserem „Helmi“, Helmut Haas, seines Zeichens „bestes Busfahrer von Welt“. Wir wohnten in einem Jugendhotel in der Nähe des Hauptbahnhofes.  Die Hauptstadt Österreichs ist bekannt für ihre kaiserlichen Paläste, beispielsweise Schloss Schönbrunn. Dort erlebten wir eine beeindruckende Führung, die uns Einblick in das Leben damals bei Hofe gab. Schloss Schönbrunn wurde im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz für Kaiserin Maria Theresia errichtet, hier lebte auch Kaiserin Elisabeth („Sissi“) mit ihrem Mann Kaiser Franz Joseph. Bekannt ist auch die Hofburg, die vom 13. Jahrhundert bis zum Jahre 1918 (Abdankung des letzten Kaisers) die Residenz der Habsburger in Wien war. Seit dem Jahre 1945 dient die Hofburg als Amtssitz des Österreichischen Bundespräsidenten. Sie beherbergt auch die weltberühmte „Spanische Hofreitschule“. Bei einer Führung erfuhren wir viel über das Leben der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als „Sissi“. Der Sissi-Kult trägt bis in die heutige Zeit hinein dazu bei, am Leben der Kaiserin teilzunehmen. Und wir freuen uns auf die Sissi-Filme an Weihnachten!  Ein Besuch im Stephansdom war Pflicht, denn der „Steffel“, wie ihn die Wiener liebevoll betiteln, ist ein römisch-katholisches Gotteshaus, ist Domkirche, Kathedrale und Sitz des Erzbischofs von Wien. Am zweiten Tage unseres Aufenthaltes erfuhren wir bei einer Stadtrundfahrt Wichtiges und Interessantes über die österreichische Hauptstadt. Vorbei ging es an den Wahrzeichen Wiens, über die uns Frau Elisabeth, unsere Stadtführerin viel berichtete und so manches Detail offenbarte.

Selbstverständlich stand ein Besuch des Praters auf der Wunschliste der Beteiligten. Viele Fahrgeschäfte luden ein, die Lehrkräfte gönnten sich eine Fahrt mit dem Riesenrad, dem Wahrzeichen des Praters. Ursprünglich waren es 30 Gondeln, nach einem Brand wurden nur noch 15 Gondeln eingesetzt. Der Blick in über 60 Metern Höhe ist gigantisch und lässt die Größe der Stadt erahnen. 1897 wurde das Riesenrad zum 50jährigen Thronjubiläum des Kaisers Franz Joseph I. errichtet. Es befindet sich im Prater, einem ca. sechs Quadratkilometer großen Areal, geprägt von den Aulandschaften der Donau. Besucht haben wir auch das Hundertwasserhaus, eine von 1983 – 1985 erbaute Wohnhausanlage der Gemeinde Wien. Friedensreich Hundertwasser und Joseph Krawina erbauten diesen Wohnkomplex im Baustil des Expressionismus. Die Zeit erlaubte uns keinen Abstecher auf den berühmten Naschmarkt, jedoch mit dem Bus kamen wir mehrmals vorbei. Diese große Marktstraße geht auf das 16. Jahrhundert zurück, verweist auf über 100 Marktstände und gute Restaurants laden zum gepflegten Essen ein. Apropos Essen: Kaiserschmarren, Apfelstrudel …, natürlich auch Deftigeres, das alles musste schon auch probiert werden. Die Kaffeearten sind gigantisch und schmecken wunderbar: Einspänner, Melange, Kleiner Brauner, Großer Brauner, Mokka oder Verlängerter. Angeblich gibt es in Wien 40 Kaffeespezialitäten, europaweit die meisten. Wir vergaßen  auch das Shoppen nicht; dazu gab es im größten Einkaufszentrum des Landes mehr als genug Möglichkeiten. Danke Helmut, dass du uns auch dorthin gefahren hast.  Neben der Bildung war auch stets Zeit, Leib und Seele zusammenzuhalten. Schön, dass ihr alle immer wieder pünktlich an Ort und Stelle gewesen seid! Überhaupt waren hier junge Leute unterwegs, die sich ordentlich benahmen, die pünktlich waren, kurzum, auf die Verlass war. Ich bedanke mich auch bei den Lehrkräften, die eine wunderbare Bildungs- und Abschlussfahrt organisiert hatten. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt und sage danke, dass ich dabei sein durfte. Ein Besuch während dieser Reise nach Wien prägte mich nachhaltig:

Der Besuch der UNO. In zwei Gruppen aufgeteilt, erfuhren die Schüler mit ihren begleitenden Lehrern, dass es inzwischen 193 Staaten sind, die sich zu den Vereinten Nationen bekennen, Hauptsitz ist New York, daneben gibt es noch Niederlassungen in Genf, Nairobi und Wien. Wien beherbergt beispielsweise die Büros für internationale Raumfahrtfragen, das internationale Zentrum für Drogenkontrolle und das Büro zur Klärung von Abrüstungsfragen. Beeindruckend für mich war während der Erkundung, wie viele Nationalitäten auf engstem Raum hier leben, arbeiten und in einem friedlichen Miteinander leben. Dieses friedliche Zusammenleben sollte nicht nur im geschützten Bereich der UNO möglich sein.

(Text/Bilder: Rosmarie Gumpp)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. November 2018 um 20:57 Uhr
 
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